Württemberger Wein

Anzeige

WürttembergPressemitteilungen/Werbung

Schwarzriesling

Außer der Ähnlichkeit in Form und Wuchs, hat die Schwarzriesling-Rebe, welche als „Urform des Burgunders“ gilt, keine Ähnlichkeiten zum klassischen Riesling. Lediglich die Farbe der Beeren passt zum Namen „Schwarzriesling“, diese sind nämlich dunkel bis schwarzblau. Das Fruchtfleisch und der Saft hingegen sind überraschend hell. Da sich auf den Blättern dieser Rebe viele kleine weiße Härchen befinden, wird sie auch als „Müllerrebe“ bezeichnet, da Sprichwörtlich der Müller mit seinem Mehlsieb die Rebenblätter mit einer weißen Mehlschicht bestäubt. 

Die Schwarzrieslingtraube stammt vom Pinot Noir (Spätburgunder) ab und die Eigenschaften ähneln dem großen Bruder sehr, wobei der Schwarzriesling einen etwas kräftigeren Charakter, eine intensivere Färbung und ein fruchtigeres Aroma besitzt.

In Deutschland wird die Traube schon seit Jahrhunderten fast ausschließlich in Württemberg, auf ca. 1500 Hektar, kultiviert. Eine der wohl bekanntesten Weinbergslagen Württembergs ist der Lauffener Katzenbeißer.  

Die Trauben werden meist zu einem rubin- ziegelroten fruchtigen Qualitätswein mit beerigen Aromen und leichten zartbitter Noten verarbeitet. Außerdem findet man in Württemberg feinfruchtige Roséweine.  
In Frankreich kennt man die Rebsorte als „Pinot Meunier“, wo sie vor allem in der Champagne kultiviert wird, da sie neben Chardonnay und Pinot Noir eine von den drei zugelassenen Rebsorten ist. Die Traube bringt Kraft, aber auch Rustikalität und manchmal auch eine derbe Fruchtigkeit mit.

Schwarzriesling Traube

Quelle: Rolf Hauser