Württemberger Wein

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Spannende Veranstaltung mit zukunftsweisenden ThemenDigitalisierung zwischen den Rebzeilen

Drei hochkarätige Referenten berichteten am Donnerstag, den 28. Februar 2019 im Rahmen der Veranstaltung „Weinbau - Total digital!“ über Neuheiten und Innovationen im Weinbau. Über 35 interessierte Teilnehmer, darunter die Württemberger Weinkönigin Julia Böcklen, erhielten neue Eindrücke und Ideen wie man die Arbeit in den Weinbergen zukünftig effizierter gestalten kann.

Optimale Rahmenbedingungen boten uns diesmal die Bottwartaler Winzer eG in Großbottwar. Die Räumlichkeiten verfügen über eine optimale technische Ausstattung sowie über ein ansprechendes Ambiente. Die Pausen wurden von den Teilnehmern für gemeinsamen Austausch sowie interessante Gespräche genutzt.

Digitalisierung als Schlüssel der Zukunft

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand das Thema "Digitalisierung". Maschinen und Fahrzeuge in Kombination mit der passenden Software werden die Arbeit im Weinberg stark beeinflussen. Silvia Schelle, Geschäftsführerin der WW Weinvertrieb GmbH erläutert während ihrer Begrüßung die Begriffe "digital" und "Digitalisierung". "Sicherlich steckt die Weinbranche in einigen Bereichen der Digitalisierung noch in den Kinderschuhen. Doch auch hier wird es zukünftig eine rasante Weiterentwicklung geben", da ist Silvia Schelle sich sicher.

Vineyard Cloud - Digitale Revolution im Weinbau

Als erster Referent stellte Marcel Sambale-Lergenmüller, Geschäftsführer der Vineyard Cloud GmbH, seine speziell für den Weinbau entwickelte Software vor. Mit dieser revolutionären App können die Arbeiten im Weinberg in Echtzeit erfasst und dadurch effizienter gestaltet und kontrolliert werden. Das Programm unterstützt die gesamte Planung, Dokumentation und Budgetierung durch intelligente Entscheidungsfindung und Prozessmanagement. Dabei gilt unter anderem das starke Traditionsbewusstsein in der Weinbranche als Herausforderung. Durch vielfältige Funktionen der Software können nötige Handarbeiten im Weinberg, das Mitarbeiter- und Geräte-Management sowie Pflanzenschutz und die Zeiterfassung optimiert werden. Weitere Verbesserungen und eventuelle Integration von Wetterdaten sind in Planung. Die Geschäftsidee stieß auf durchweg positive Reaktionen sowie zahlreiche Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer.

Autonomes Fahren in der Landwirtschaft

Auch mit Geschäftsführer Dr. Ing. Bernd-Helge Leroch der Robot Makers GmbH konnten die Seminarteilnehmer über den Tellerrand hinausschauen. Anhand des fesselnden Themas „Automatisierung zwischen den Rebzeilen“ zeigt Leroch auf, welche Möglichkeiten bereits bestehen und was in der Zukunft möglich sein wird. Dabei steht die Revolution mobiler Maschinen und die „Workflowautomatisierung“ im Vordergrund. Dazu können verschiedene Autonomiekits wie der „RowCropPilot“ an bestehende Serienmaschinen adaptiert werden. Die Umfelderfassung gilt als Primärsystem und als oberstes Ziel wird die Vollautomation von Arbeitsgängen gesehen. „Das autonome Fahren wird in der Landwirtschaft früher kommen als auf den Straßen“, davon ist Leroch überzeugt.

Fliegende Helfer im Weinberg

Anschließend bot Spezialist Norman Schwab von Droneparts.de mit seinem Vortrag einen Einblick in die Welt der Drohnen und ihrem Nutzen für Winzer. Spezielle Spritzdrohnen sollen Winzer bei den Pflanzenschutzarbeiten, vor allem in Steillagen, unterstützen und die Handspritzung ersetzen. Hierbei können bis zu 10 Liter Pflanzenschutzmittel im Tank untergebracht werden, welche das unbemannte Fluggerät während einer Flugzeit je nach Gewicht zwischen 9 und 20 Minuten in Hängen mit mindestens 30-prozentiger Steigung ausbringt. In Zusammenarbeit mit der LVWO in Weinsberg arbeitet Droneparts permanent an der Weiterentwicklung. Mittlerweile werden auch Praxistest zum gleichzeitigen Steuern bzw. Fliegen im Schwarm mit bis zu fünf DJI Agras MG-1P-Dronen durchgeführt.

Im Anschluss an die spannenden Vorträge fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern und Referenten statt. Beim gemeinsamen Abendessen mit handgemachten Maultaschen in "Oma-Qualität" von Herr Kächele sowie einem schwäbischen Kartoffelsalat und dem ein oder anderen Gläschen Wein, konnten die Teilnehmer ihre Eindrücke Revue passieren lassen und Erfahrungen austauschen. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung mit positivem Feedback – die Zukunft wird mit Spannung und Vorfreude erwartet.