Württemberger Wein

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Gesamtabsatz von Wein und Sekt legt zuLauffener Weingärtner eG mit gutem Geschäftsergebnis 2018

Die Lauffener Weingärtner eG kann wieder auf eine erfolgreiche Bilanz anstoßen. Auch im Geschäftsjahr 2018 entwickelte sich der Innovationsführer unter den württembergischen Weingärtnergenossenschaften positiv und legte beim Absatz und Umsatz deutlich zu.

Die größte Einzelgenossenschaft mit nationaler Distribution im Weinanbaugebiet Württemberg steigerte ihren Umsatz auf 22,672 Millionen Euro (Vorjahr: 21,244 Mio. €), der Gesamtabsatz von Wein und Sekt klettere im vergangenen Jahr auf 96 683 hl (Vorjahr: 89 699 hl). Die Gesamterntemenge von knapp 12,7 Millionen Kilogramm lag im Herbst 2018 über dem langjährigen Durchschnitt.

„Mit dem Umsatz- und Absatzplus sind wir sehr zufrieden. Durch die gute Bekanntheit unserer Lauffener Weine mit bundesweiter Handelspräsenz besitzen wir eine tragkräftige Qualitätsmarke, von deren Attraktivität Konsumenten, Handel und wir selbst in gleicher Weise profitieren. Zur Stärkung dieses Markenbildes haben wir neben einer bundesweit guten Distribution ein stimmiges Preis-Qualitätsverhältnis, das bei den Verbrauchern eine hohe Akzeptanz findet. Dieses muss erhalten und ausgebaut werden“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Dietrich Rembold das gute Jahresergebnis. Der Lauffener Vorstandschef konstatiert weiter: „Mit dem Gesamtsortiment von Lauffener und Mundelsheimer Weinen haben wir zwei bekannte und klar voneinander abgegrenzte Herkunftsmarken im Portfolio und sind aus diesem Grund, vor allem für nationale und regionale Handelskunden, attraktiv und relevant als profilierter Wein-Lieferant. Das Rebsortenspektrum der Genossenschaft hat sich in sehr guter Weise entwickelt und Akzeptanz bei Handel und Verbrauchern gefunden, so dass wir zusätzlich zur seither bekannten Stärke Schwarzriesling und Samtrot bei den klassischen württembergischen Rebsorten Trollinger, Lemberger und Riesling deutlich leistungsfähiger sind. Diese hohe Kompetenz über das gesamte Sortenspektrum werde von den Kunden geschätzt und mit zusätzlichen Vermarktungsaktionen und auch Listungserweiterungen honoriert, stellt Dietrich Rembold fest.

Wieder hohe Investitionen getätigt – Wachstum wird erwartet

Nach Angaben des geschäftsführenden Vorstands Marian Kopp wurden im vergangenen Jahr 1,535 Millionen Euro investiert. Schwerpunkte waren dabei die Fertigstellung des 2016 begonnenen Neubaus des Wein-Tanklagers, die Erweiterung der Kühlanlage sowie die Produktausstattung und -sicherheit im Bereich der Abfüllung. Der Bilanzgewinn von 65.813 Euro fließt vollständig in Rücklagen. Die Genossenschaft beschäftigt 69 Mitarbeiter, 48 in Vollzeit, 16 in Teilzeit und 5 Auszubildende. Die Lauffener Weingärtner eG unterhält vier Beteiligungen bzw. Tochterunternehmen, und zwar an der Felsenkeller Besigheim GmbH, der Römerkeller Mundelsheim GmbH, der Weinbergwerk eG sowie der Lauffener Weinmanufaktur GmbH.

„Nach der Ernte 2018 gehen wir mit angepassten Beständen in das neue Geschäftsjahr, das Flaschenweinsortiment ist komplett lieferbar“, erklärt Marian Kopp angesichts einer weiterhin stabilen bis leicht steigenden Kaufkraftentwicklung. Erfreulich sei, dass die Mitglieder bei Neupflanzungen Insbesondere auch die Rebsorten Grauburgunder, Riesling und Sauvignon Blanc berücksichtigen, so dass sich die Lieferbarkeit für diese Sorten in den Folgejahren verbessern würden.

Im Herbst 2018 lag die Gesamterntemenge in Lauffen und Mundelsheim mit 12,7 Millionen kg über dem langjährigen Durchschnitt. In Lauffen wurden 9,4 Millionen kg geerntet, in Mundelsheim 3,3 Millionen kg. Der Lesebeginn fiel auf den 1. September, den frühesten Lesebeginn in der Geschichte der Genossenschaft. An 28 Tagen wurden 11,1 Mio. kg rote und 1,5 Mio. kg weiße Trauben gelesen. Das Mostgewicht bewegte sich mit durchschnittlich 89 Grad Oechsle auf Spätlese-Niveau.

Lauffener Weingärtner als Innovationsführer weiter erfolgreich

Im April 2018 erweiterte der Innovationsführer unter den württembergischen Genossenschaften die im März 2017 eingeführte Marke „Lauffener Lesestoff“ um den „Lauffener Lesestoff weiß gekeltert“, der nach der Handelseinführung eine sehr gute Verbraucherakzeptanz fand. Außerdem wurde zur internationalen Weinmesse „ProWein“ 2019 die Innovation „WHYNE“ vorgestellt; der erste im schottischen Whiskyfass nachgereifte Rotwein wird im Herbst 2019 zum empfohlenen Endverkaufspreis von 8,90 € ausgeliefert. „Diese Innovation wurde von vielen Handelspartnern und auch der Fachpresse sehr positiv aufgenommen. Erste Bestellungen liegen bereits vor“, sagt Marian Kopp.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet die Lauffener Weingärtner eG mit einem moderaten Gesamtwachstum im Markengeschäft und weiteren Marktanteilsgewinnen in einem leicht rückläufigen deutschen Weinmarkt. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres lag das Flaschenweingeschäft (Kerngeschäft) mit wesentlichen Handelspartnern über dem Vorjahresabsatz. „Aufgrund der Marktlage ist dies sehr erfreulich. Wir gehen weiterhin von einer stabilen Entwicklung der Kaufkraft aus“, stellt Marian Kopp erfreut fest. Dies sei auch bedingt durch die weiterhin positive Entwicklung der Lauffener Innovationen. So entwickelte sich der Lesestoff mit mehr als 250.000 Flaschen pro Jahr zum Verkaufsschlager im Preissegment „über 6 Euro“ im LEH. „Unser nächstes mittelfristiges Absatzziel sind 500.000 Flaschen“, sagt Marian Kopp.                                              

Um die gute Marktstellung ausbauen zu können, sei die Fortführung der konsequenten Qualitätspolitik und weitere impulsgebende Innovationen nötig, so Kopp. Hierfür sein das Team um Kellermeister Michael Böhm und das Marketing- und Vertriebsteam mitsamt allen Handelsagenturen aufgrund der seitherigen Innovationerfolge qualifiziert und motiviert.

Die Ertragskraft kann nach Auffassung des Geschäftsführenden Vorstands künftig ausschließlich über stabile Litererlöse und eine gute Auslastung gesichert werden.

Weinwirtschaft global, deutschlandweit und regional

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) wurden 2018 weltweit 282 Mio. hl Wein produziert – nach 251 Mio. hl im Vorjahr. Die Internationalisierung der Märkte hält weiter an. Die deutsche Weinmosternte belief sich 2018 auf 10,4 Mio. hl. Damit ist 2018 der größte Jahrgang seit 2007. Am größten fiel die Ernte in Rheinhessen (2,91 Mio. hl) und in der Pfalz (2,5 Mio. hl) aus, auch Baden und Württemberg knackten mit 1,5 bzw. 1,15 Mio. hl die Millionen-Grenze.