Württemberger Wein

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Hartmut Engler freut sich über 93 Kilo WeinPUR-Sänger als „Weingenießer des Jahres“ ausgezeichnet

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Samstag, den 14. September in der Lauffener Weingärtner e.G., der Sänger der bekannten Pop-Gruppe PUR, Hartmut Engler, als vierter „Weingenießer des Jahres“ ausgezeichnet. Auch die Preisträge der vergangenen Jahre EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (2015) und Kabarettist Christoph Sonntag (2017) waren vor Ort. Berlinale-Chef Dieter Kosslick (2016) hatte aus terminlichen Gründen absagen müssen.

Hartmut Engler bevorzugt nach eigenen Angaben vor allem trockene Weine. Da sein eigenes Körpergewicht im Rahmen der Auszeichnung „Weingenießer des Jahres“ mit Wein aufgewogen wird, hat der bekannte Musiker in den vergangenen 10 Tagen besonders viel gegessen „um möglichst viel Gewicht auf die Waage zu bringen.“

Günther Oettinger würdigte die „nachdenkenswerten und lebensnahen Texte“ des PUR-Frontmannes. „Dies sind Emotionen und Geschichten, die man selbst erlebt, nicht nur wenn ich an das graue Haar oder das Abenteuerland denke. Hartmut hat immer das wahre Leben beschrieben“, erklärte der EU-Kommissar. Er habe „größten Respekt“ vor Englers Lebenswerk („der Kerle macht Musik seit er 13 ist“) und bewundere ihn, dass er mit seinen Songs über 60.000 Zuhörer während seiner Konzerte begeistert. „Ich habe anfangs vor 6, dann vor 60 Leuten gesprochen und heute vielleicht vor 600“, stellte Günther Oettinger fest. Hartmut Engler konterte prompt: „Du singst auch schlechter als ich.“

Auch Christoph Sonntag freute sich in seiner Laudatio auf seinen Freund Hartmut über die fröhliche Stimmung und lobte die realitätsbezogenen Songs der Band. PUR und Engler seien „ein Familiengeschäft“, die von Hartmut geschriebenen Texte menschlich und aus dem wahren Leben gegriffen. Hartmut und er seien gute Freunde und absolute Weingenießer: „Wir trinken beide gerne Wein.“  Christoph Sonntag würdigte auch Englers Engagement in der SWR-Herzenssache und seine natürliche, bodenständige Art.

Im Anschluss lies es sich Hartmut Engler, der direkt aus Berlin angereist war, nicht nehmen um einige kritische Worte zur Echo-Verleihung loszuwerden. Dort seien Sachen passiert, die für die Musikszene nicht fein gewesen seien. „Wir stehen immer für political correctness“, konstatierte er und fügte an: PUR habe den Erfolg geschafft, ohne Leute zu beleidigen. Deshalb sei er „negativ berührt  von dem, was bei der Echo-Verleihung passiert ist“.

Zuvor hatte Dietrich Rembold, der Vorstandsvorsitzende der Lauffener Weingärtner eG, die zahlreichen Gäste der Ehrung und die Preisträger begrüßt. Hartmut Engler sei bekennender Weingenießer, der Weiß- und Rotweine, gerne auch aus der Region, trinke und schätze. Deshalb passe er hervorragend in die Liste der Weingenießer. Lauffens Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger schlug eine Brücke zwischen dem in Lauffen geborenen Lyriker Friedrich Hölderlin und Hartmut Engler, der die Texte Hölderlins als ehemaliger Lehramtsstudent „gut kennt“ und sich auch bisweilen davon inspirieren lässt.

Die Lauffener Weingärtner eG, Deutschlands wichtigster Schwarzriesling-Erzeuger und Genossenschaft mit der größten Fläche an terrassierten Steillagen, verleiht die Auszeichnung jährlich an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die sich um den Wein verdient gemacht hat. Unter den Gästen begrüßte Marian Kopp, der Geschäftsführende Vorstand der Lauffener Weingärtner eG, auch den Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger, den Präsidenten des Weinbauverbandes Württemberg, Hermann Hohl, und Dr. Dieter Blankenhorn, Geschäftsführer der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau im Staatsweingut Weinsberg.